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2000 | 13 | 159-173
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IMPLIKACJE PEDAGOGICZNE ANTROPOLOGII JACQUESA MARITAINA

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Im Vordergrund aller Probleme unserer Kultur und Zivilisation steht das Verstehen und Begreifen des menschlichen Wesens. Jede Wissenschaft, z. B Philosophie, Theologie, Padagogik nimmt zu dieser Frage Stellung. Wie ein Bumerang kommen die wesentlichen Fragen zuriick, die man nicht unbeantwortet lassen darf. Wer bin ich - der Mensch? Wie soli man die Freiheit verstehen? Was ist die Padagogik und worin besteht der Sinn der Erziehung? In Europa sind hauptsachlich zwei Konzeptionen entstanden, die den Menschen im personalen Aspekt darstellen. Der Vertreter des sogenanntenoffenen Personalismus oder anders genannt Personalismus des sozialen Engagements ist Emmanuel Mounier. Die zweite Konzeption griindet sich auf den beriihmten integralen Humanismus von Jacques Maritain. Ais wichtig gilt hier die Feststellung, der Mensch sei ein leiblich-geistiges Wesen, dh. das Wesen, dem Freiheit, moralische Verantwortung, BewufJtsein und Wille gegeben wurden. E. Mounier stellt heraus, dass jeder von uns den Beruf des Menschen lernen muss. Dazu fiigt J. Maritain hinzu: wir sind Personen, aber wir werden zu Menschen. Mit der Erziehung ist folgende Hierarchie der Werte verbunden: von materiellen, iiber geistige bis hin zu absoluten. Der absolute Wert, dh. die Freiheit wird hier nicht ais Eigenwille, Freiheit ohne Grenzen, Individualismus, Egoismus, Relativismus oder ubertriebene Toleranz verstanden. Die christlich-personale Konzeption schlagt im ErziehungsprozeB das standige Aufbauen der Ich - Du, Du - Ich Beziehung vor. Der den Schiiler-Zógling fuhrende Erzieher-Meister wird zur Autoritat, die ihr Ansehen nicht dank ihrer Position, sondern ihrer Personlichkeit gewinnt. Die personalistische Erziehung benotigt den Dialog und nicht den Monolog oder den Terror. Es gibt zwei Methoden der Einwirkung auf den Menschen. Bei der ersten akzeptiert der Zógling die Uberzeugungen, die ihm im ErziehungsprozefJ eingepragt wurden, und identifiziert sich mit ihnen. Bei der zweiten dagegen findet der Schiller bei dem Erzieher Werte, die er ais seine eigenen zu erklaren versucht. Im ersten Fali kommt es zur Identifizierung mit den eingepragten Uberzeugungen durch Belehrung und Vermittlung. Im zweiten Fali dagegen geschieht die Erklarung der Werte seines Erziehers durch den Zógling dank dem interpersonalen ammentreffen. Man stófit hier auf die Propaganda, das heil3t, die Unterweisung in der Wahrheit, und sachlich-persónliche Betrachtung des Erziehungsprozesses. Einerseits ist das Herakles Konzeption der Abrichtung, die auf den schnellen und sichtbaren Erfolg zielt. Andererseits hat man hier mit freiwilligem und bewufitem Zusammentreffen beider Personen zu tun. Allen ist der von Heraklide beriihmte Sinnspruch panta rei (navra pet - es lauft alles) bekannt, der im Vordergrund der personalen Erziehung steht. Die padagogischen Anstrengungen und Bemuhungen sind einzigartig, so wie es ein Sprichwort sagt. „Man kann nicht zwei mai in das gleiche Wasser treten". Die dynamische Entwicklung des Zóglings in der personalen Perspektive steuert hin zur Triade der Werte: des Guten, der Wahrheit und des Schónen, immer in der Hierarchie von den irdischen iiber geistige bis zu den absoluten Werten.
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Issue
13
Pages
159-173
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