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2000 | 13 | 281-296
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ŻYCIE CODZIENNE NA KASZUBACH W OKRESIE OKUPACJI HITLEROWSKIEJ

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In dem Aufsatz wurde die Nazibesatzungspolitik auf den traditionellen kaschubischen Gebieten Pommerellens/Westpreurjens beschrieben. Die Kaschuben wahrend des Krieges wohnten iiberwiegend in dem Reichsgau Danzig-WestpreuBen, der bald nach der Einverleibung der Freien Stadt Danzig und Eroberung Polens durch das Dritte Reich die voriibergehende Militarverwaltung abgelóst hat. Die kaschubische Bev6lkerung wurde vom Anfang an des Krieges der planmaBigen Extermination der Wehrmacht, verschiedenen Nazipolizeiformationen und Hitlerzivilverwaltung unterstellt. Man kann zwei Sorten der Extermination absondern. Die unmittelbare Extermination bestand in den rechtswidrigen Individuellen- und Massenerschieliungen durch die Militar- SS- Polizeiformationen und den Selbstschutz, dem Tóten in den verschiedenen Lagern, sowie der Todesurteilsvollstreckungen der Sondern- und Volksgerichten. Die mittelbare Extermination beruhte auf den Aussiedlungen, Zwangsarbeiten und auf der Schaffung durch die Hitlerbehórden der besonders schweren Lebensumstanden. Die Naziexterminationspolitik in der Kaschubei kann man in zwei Phasen unterteilen. In den Ersten Wochen und Monaten des Krieges wurden zahlreiche Einwohner, besonders Vertreter der fuhrenden Schichten (wie katholische Priester, Lehrer, Mitglieder des Westverbandes, Gutsbesitzer) festgenommen und entweder sofort erschossen oder in die Lager abgeschickt, oder auch auf das Gebiet des General Gouvernements vertrieben. Etwas spater hat die brutale Germanisierung („Wiedergermanisierung") begonnen. Die polnische Sprache wurde aus dem óffentlichen Leben eliminiert, sogar aus dem Kirchengeschaft. Polnische Schulen und Kulturzentren wurden geschlossen und polnische Denkmale und Objekte des katholischen Kultus systematisch vernichtet. Durch den Ganzen Krieg sind zahlreiche Ortschaften, die mit den Wiederstandskampfern mitarbeiteten, mit Gewalt, blutig untergedriickt. Wegen des Mangels an die Soldaten wurden die Kaschuben zum Unterschreiben der Deutschen Volksliste gezwungen und alle mussten ab dem 15. Lebensjahr arbeiten. Trotz der brutalen Nazibesatzungspolitik haben die Kaschuben ihre propolnische Sympathien grundsatzlich nie aufgegeben, das zeigen die offizielle Berichte der deutschen Verwaltung vor. Die Befreiung des Landes durch die Rote Armee im Friihling 1945 brachte leider die erwartete Beruhigung nicht.
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13
Pages
281-296
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