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2008 | 9 | 85-95
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Dzieje parafii pod wezwaniem św. Mikołaja i św. Barbary w Radzimiu

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"Geschichte der St. Nikolaus- und St. Barbara-Pffarei in Radzim"
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Abstracts
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Im Jahr 2006 gab es auf den Blättern der Geschichte, neben dem Jubiläum des 750. Jahrestags der Kastellanei Radzim, auch ein anderer Jahrestag, der wert ist, der Vergessenheit entrissen zu werden - vor 770 Jahren (am 6. Juli 1236) wurde die St. Nikolaus- und St. Barbara-Pfarrkirche in Radzim erbaut. In vorliegender Erarbeitung wurde ein Abriss der Geschichte dieser Pfarrei bis zur Zeit deren Übertragung aus dem Zentrum von Radzim nach Maniewo w 1872 dargestellt. Das genaue Stiftungsdatum der Pfarrei in Radzim hat sich dank einer Notiz aus den Visitationsurkunden aus dem 17. Jh. erhalten. Der Visitator hat in seinem Bericht das Bestehen der originalen, in 1418 bestätigten Stiftungsurkunde notiert. Der Stifter der Kirche sollte der großpolnische Fürst Władysław Odonic sein und deren Erhebung in die Pfarrkirche war das Verdienst des posener Bischofs Paweł. Die Tat des Fürsten Władysław Odonic, die damals in Radzim (am linken Wartheufer) vollgebracht ist, kann von Erfolgen dieses Herrschers im Konflikt mit dem Fürsten Henryk Brodaty, der nach dem Friedensvertrag aus 1234 der Herrscher ganzen Großpolens am linken Flussufer sein sollte, zeugen. Über das ursprüngliche Gebiet der Pfarrei Radzim ist wenig bekannt. Aufgrund von späteren Notizen (aus dem 16. Jh.) kann man ihren Bereich als die Anfänge der Neuze it bestimmen - ihren Bestandteil bildeten damals die Dörfer Radzim, Maniewo, Troskotowo (später Trzuskotowo), Szymankowo, Starczynowo (heute Starczanowo), Gołębowo, und Poświętne. In den Anfangsjahrhunderten gehörte Radzim zu den Königsgütem. Das hat sich im Jahr 1360 geändert, als der König Kazimierz Wielki die Ortschaften Radzim, Maniewo und Brzezie (Brzeźno) mit der posener Johanniterkomturei gegen die Dörfer Siedlec und Brzezie mit einer Hälfte von Popowo ausgetauscht hatte. Seit dieser Zeit blieb Radzim, bis zum 19. Jh., unter der Regierung der Malteserritter. Die nächsten Erwähnungen über die Holzkirche und allgemein über die Pfarrei in Radzim zeugen davon, dass die dortige Präbende anfangs als reich angesehen war. Seit dem 16. Jh. hat sich aber die materielle Situation der Pfarrei verschlechtert. Sowohl die Pfarrei in Radzim als auch das Dorf Radzim selbst geraten in Verfall. Nach dem schwedischen Einfall im 17. Jh. residierte in Radzim kein Priester. Im 18. Jh. Versuchten die Komture der posener Johanniterkomturei, die ihnen gehörenden, sich im Verfall befindlichen Güter wiederaufzubauen. Gemäß ihrer Entscheidung sind die meisten Bewohner von Radzim nach Maniewo, einen Ort mit großeren Perspektiven, umgezogen. In Radzim blieb nur der P farrgutshof. Nach der zweiten Teilung Polens sind die Güter der posener Johanniterkomturei, ähnlich wie das ganze Großpolen, unter die Regierung Preußens übergangen. Der letzte Komtur Andrzej Miaskowski hat lebenslänglich die Oberherrschaft über das Johannitergut erhalten. Nach seinem Tode sollten diese Gebiete auf das Eigentum der preußischen Krone übergeben. In 1831 sind fast alle Bewohner von Radzim während sehr großer Choleraepidemie gestorben. Als ein Jahr später der Komtur Miaskowski gestorben ist, haben die preußischen Behörden darauf gezielt, sowohl die Pfarrei als auch das Dorf Radzim zu liquidieren. Gegen so formulierten Plane haben die Pfarrkinder der Pfarrei Radzim, die vor allem aus den Dörfern Maniewo und Trzuskotowo stammten und die Verbündeten in kirchlichen Behörden gefunden haben, Einspruch erhoben. Einige zehn Jahre dauerten Streite, ob die Pfarrei erhalten werden soll oder nicht und wenn ja, da wo die neue Kirche gebaut werden soll. Endgültig wurde in 1865 eine Vereinbarung über den Bau der neuen Pfarrkirche in Maniewo abgeschlossen, wobei die Güter der Pfarrei in Radzim auf Preußen übergehen sollten. Die neue Kirche entstand am Anfang der siebziger Jahre des 19. Jh. Damit wurde die Pfarrei Radzim zur Pfarrei von Radzim und Maniewo.
Keywords
Year
Volume
9
Pages
85-95
Physical description
Dates
published
2008
Contributors
  • Izba Regionalna Ziemi Goślińskiej
References
Document Type
Publication order reference
Identifiers
ISSN
0860-7893
YADDA identifier
bwmeta1.element.desklight-47bdb7e2-9282-4ba3-8d5f-a61326177501
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