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1998 | 5 | 41-52
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W poszukiwaniu możliwości odtworzenia osobowego stanu zdrowia na podstawie materiału wykopaliskowego

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Auf der Suche nach Möglichkeiten der Wiederherstellung des Gesundheitzszustandes auf Grund von Ausgrabungsmaterialien
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Der Gesundheitszustand eines Menschen hängt von einer ganzen Reihe von Bedingungen ab, ist Widerspiegelung der Umwelt, in der er lebt und der verwendeten Ernährungsweise (Abb. 1). Die aufgenommenen Versuche, die Ernährungsweise zu wiederherstellen, lehnen sich an Analysen der tierischen Funde in Form von Knochenüberresten, an naturwissenschaftlichen Untersuchungen von Makroresten sowie an palinologischen Untersuchungen. Günstige Bedingungen auf archäologischer Fundstelle ermöglichen manchmal das Erhalten von Kaproliten, die eine ausgezeichnete Informationsquelle über das Leben und Gesundheitsbedingungen sind. Neben den archäo-zoologischen und palinologischen Analysen nutzt die Archäologie immer öfter die Zusammenarbeit mit der Kernphysik. Durch Verwendung von Verfahren der Atomabsorption (AAS), Neutronenaktivierung (NAA), Gaschromatographie (GC), Massenspektrometrie (MS) oder Untersuchung der Mengenverhältnisse von Elementen ist eine Analyse der in Knochen anwesenden Spurenelemente möglich (E. Wojciechowska 1988; R.P. Evershed u.an. 1992); M.K. Jones 1992; I. Noceń u.an. 1994). Der Organismus eines Menschen, der ein Bestandteil der belebten Welt ist, besteht aus identischen Elementen wie diese, die außerhalb des Organismus auftreten. Von den gesamten 92 Elementen, die in der Natur auftreten, sind nur !6 in fast allen Organismen zu treffen und 8 weitere nur in wenigen Organismen (Abb. 2). Das Ziel der Untersuchungen des Gehalts von Elementen in menschlichen und tierischen Knochenüberresten, die aus archäologischen Ausgrabungen stammen, ist vor allen die Bestimmung der Ernährungsweise. Die sich im menschlichen Organismus befindlichen „ausgewählten” Elemente bilden jedoch benötigte Komplexe und Verbindungen. Deren Spiegel und gegenseitige Verhaltnisse sind eine Widerspiegelung des gesundheitlichen Zustandes des Menschen. Bisherige Beobachtungen von gegenseitigen Populationen sowie Untersuchungen der historischen Populationen lassen es festzustellen, daß nicht richtige Ernährung und die damit verbundene falsche Wirtschaft mit Bioelementen und Vitaminen eine Erhöhung der als Zivilisationskrankheiten bestimmten Krankheiten zur Folge hat. Im 3. und 4. Jh. kam es unter den römischen Patriziern zur Erhöhung der Erkrankungen infolge der Bleivergiftung. Allmähliche Entwicklung und Stabilisierung des Kaiserreiches trugen zum übermäßigen Verzehren einer wenig abwechslungsreichen Ernährung und übermäßigen Verzehren des Alkohols bei. Das toxische Blei stammte aus Zinngefäßen; der Alkohol, der den Dolomit, Zink und andere zur richtigen Entwicklung des Organismus notwendige Elemente ausspülte, schaffte die Möglichkeiten einer größeren Beschädigung dieses Organismus. Das gegenwärtig steigende Niveau der Umweltverunreinigung bewirkt, angesichts eines niedrigen Bewußtseins über die daraus folgenden Gefährdungen, eine Verschlechterung des Zustandes unserer Gesundheit. Die Zivilisationskrankheiten sind Erfolg des Mangels an Magnesium im Wasser, Boden, Pflanzen- und Tierwelt und somit im menschlichen Organismus. Jetzt gibt es Methoden für schnelle Bestimmung der Ionogramme der Population mittels Untersuchung der Haare und Fingernagel, in der sich der Übermaß. Mangel oder gegenseitige Verhältnisse zwischen den Elementen mit ungünstigem Charakter widerspiegeln. Für die gegenwärtigen routinierten ärztlichen Analysen können einen besonders hohen Wert die Haaranalysen haben (J. Aleksandrowicz 1983; W. Bulikowski u. an. 1994; W. Bulikowski u. an. 1994a). Ein besonders wichtiger Vorzug der Prüfungen des Gehalts an Elementen im Organismus eines Menschen ist die Möglichkeit, die Ergebnisse für individuelle Person zu erhalten. Im Erfolg erhalten wir mehrere Informationen über den Gesundheitszustand einer Person und in der Folge einer Population. Positive Ergebnisse, die in gegenwärtig durchgeführten Behandlungsprozessen erhalten werden, haben uns zum Versuch bewogen, eine ähnliche Analyse für die Toten aus dem frühmittelalterlichen Gräberfeld in Dziekanowice, Fst. 22 zu verwenden. Das für die Analysen bestimmte Material waren die Haare, die bei Ausgrabungen in den Gräbern auf dem Gräberfeld mit Chronologie 2. Hälfte des 11. — bis zum 12. Jh. freigelegt wurden. Die Analyse umfaßte Bestimmung des Magnesiums. Zinks, Kupfers, Eisens, Bleis und Kadmiums. Die Ergebnisse des dargestellten Experiments haben interessante Angaben geliefert, obwohl die schwer vergleichbaren Ergebnisse fragmentarisch waren. Der erhöhte Eisenspiegel kann ein Erfolg der bevorzugten Fleischdiät sein. Das niedrige Magnesium- und Zinkspiegel konnte ein Krankheitszustand bewirken. Hypothetisch kann man voraussetzen, daß wir hier mit einem Entzündungszustand zu tun haben, was manchmal sogar zum Tode fuhrt. Der beobachtete hohe Kupfer- und Bleispiegel kann dagegen ein Erfolg der nahen Lage von Schläfenringen sein. Die aus Kupfer und Bronze ausgeführten und versilberten Schläfenringe bewirkten, infolge der Metalloxidation, das Absetzen von Kupfer- und Bleioxid auf den analysierten Haaren. Der Gehalt von einigen Elementen im Material aus archäologischen Untersuchungen hängt auch von der Umwelt, in der sich die geprüfte Probe befand, ab. Es scheint, daß die im breiteren Umfang geführten Methoden biochemischer Analysen sehr nutzbar bei der Rekonstruktion der urgeschichtlichen Populationen sein können.
Keywords
Year
Volume
5
Pages
41-52
Physical description
Dates
published
1998
Contributors
  • Gnieźnieńskie Zakłady Garbarskie Przedsiębiorstwo Państwowe
References
  • Aleksandrowicz J. 1984. Czy cywilizacja Euro-amerykańska podzieli losy Cesarstwa Rzymskiego, Chemiczne zagrożenie środowiska w Polsce, Materiały z Ogólnopolskiego Seminarium w Lublinie, Październik 6 - 8 1983, (red.) I. Polio, J. Ohme, Prace Instytutu Matematyki, Fizyki i Chemii Politechniki Lubelskiej, Seria C, nr 4, s. 9–27. Lublin.
  • Bulikowski W., Radomska K., Graczyk A., Jeżewska S., Lingas W. 1994. Wybrane pierwiastki we włosach i surowicy u zdrowych mężczyzn w Gnieźnie, Biuletyn Magnezologiczny 4, R. 6, s. 28-30.
  • Bulikowski W., Radomska K., Graczyk A., Łącki W. I994a, Atomopilogramy w grupie młodocianych i młodych kobiet Zakładów „Polanex” (w Gnieźnie), Biuletyn Magnezologiczny 4, R. 6, s. 30-31.
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  • Ogólnopolska Konferencja Naukowa – „Człowiek istota nieznana?” Kiekrz 4 - 6 września 1995, (streszczenia wystąpień). Poznań.
  • Wojciechowska E. 1988. O metodach badania diety pradziejowych populacji ludzkich, s. 193 -199, [w:] Szkice z antropologii ogólnej, red. J. Piontek, Seria Antropologia 12 UAM. Poznań
  • Wolański N. 1983, Rozwój biologiczny człowieka. Warszawa.
  • Żydowo M. 1976. Biochemia. Warszawa.
Document Type
Publication order reference
Identifiers
ISBN
83-903072-3-5
YADDA identifier
bwmeta1.element.desklight-4ab3387a-af42-4017-b543-0d7776edc989
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