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2010 | 2 | 7-26
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Wierzbno. Miejskie tradycje wsi nad Miedwiem

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Wierzbno/Werben. Städtische Traditionen des Dorfes am Madüsee
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Werben, heute Wierzbno, ist ein pommersches Dorf mit städtischen Traditionen, als Gut der Bischöfe von Cammin im Stargarder Land entstanden und auf fruchtbarem Boden am Ostufer des Madüsees gelegen. Bekannt ist das Dorf seit 1266 (doch als Fortsetzung an einer neuen Stelle des seit 1185 bekannten Dorfes Grindiz), entwickelte sich um das Bischofshof (curia), wo die Bischöfe sich häufi g aufhielten, seit ca. 1300 als eine Stadt (civitas), die 1321 an die Zisterzienser aus Kolbatz verkauft wurde, die hier ein Vorwerk (Grangie) errichteten, den städtischen Status der Einwohner nicht anerkannten und sie wie Bauer behandelten. Die Marien- und St.-Nikolaus-Pfarrkirche war noch einige Zeit ein Zentrum des Stargarder Archidiakonats. Das städtische Leben glimmte doch immer noch in Werben. Es existierten dort eine Schützenbruderschaft, die St.-Georg-Kapelle und das St.-Georg-Spital (1474). Nach der Reformation war Werben Bestandteil des Amtes Kolbatz. Dank des Engagements der Einwohner bestätigte der Herzog Barnim IX. 1564 das Stadtprivileg. Weitere Bestätigungen erfolgten seitens der Kurfürsten von Brandenburg (1664, 1691) und des Königs von Preußen (1714). Doch Ende des 18. Jahrhunderts hatte Werben keinen Stadtstatus mehr. In der Zeit der großen Systemreformen im preußischen Staat am Anfang des 19. Jahrhunderts bestand die Unklarheit darüber, wie die Gemeinde behandelt werden soll. Es gab nämlich Kontroverse um die Kompetenzen des Lokalgerichts, das immer noch aufgrund des Stadtprivilegs von 1564 handelte. Das Regierungspräsidium Stettin entschied 1860 salomonisch, dass die Siedlung zwar den Status einer Landgemeinde habe, doch in allen anderen Sachen eigentlich eine Stadt sei. Da in Werben Landgemeindeverwaltung eingesetzt wurde, funktionierte das Stadtrecht praktisch nur als Ortssitte in den Binnenbeziehungen. Die Einwohnerzahl war rückläufi g: 1866 zählte Werben 740 und 1939 nur noch 585 Einwohner.
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2
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7-26
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