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2008 | 4 | 143-157
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Aspiracje mocarstwowe zjednoczonych Niemiec w XXI wieku

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Großmacht-Anstrebungen des vereinigten Deutschlands im 21. Jahrhundert
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Nach 1990 wurde Deutschland zum meist begünstigten Staat der neuen Situation nach Beendigung des West-Ost-Konflikts. Zum ersten Mal ließ sich die traditionelle und für Europa und die Welt grausame Abhängigkeit der Macht und Größe Deutschlands vom undemokratischen oder totalitären Regime vermeiden. Auch das Jahr 1994 war bedeutend für die Stärkung der internationalen Position der Bundesrepublik. Das Urteil des Verfassungsgerichts im Sommer 1994 ließ der Bundeswehr die friedensstiftenden und -erhaltenden Handlungen im Rahmen der UNO zu. Mit der Zeichnung des EU-Vertrages aus Maastricht am 7. Februar 1992 gab Deutschland ein Beweis, das es der Vertiefung der europäischen Integration zustimmt, was in der Praxis die eigenständigen Handlungen auf der internationalen Szene begrenzt hat. Die Zeit der „Zurückhaltung“ und der „Selbstbegrenzung“ endete mit dem Rücktritt des Kanzlers H. Kohl aus dem politischen Leben 1998, der die Außenpolitik aus dem Gesichtspunkt eigener Lebenserfahrungen betrachtet hat. Symbolisch endete dabei auch die Ära der Bonner Republik; nach dem Umzug der Hauptstadt nach Berlin begann die Ära der Berliner Republik. Die neue Regierung von Schröder und Fischer betrieb die „Realpolitik“, versuchte eine weitergehende Selbstständigkeit auf der internationalen Szene und Entschiedenheit in den Relationen mit den Partnern aufzuzeigen. Die ersten Jahre der Regierung A. Merkel brachten die Bezeichnung Deutschlands als eine „mitteleuropäische Großmacht“ oder eine Mittelmacht. Unter dieser Bezeichnung definiert man die Bundesrepublik als einen relativ selbstständigen, proatlantisch orientierten Staat, aktiv in der Sache der europäischen Integration mitwirkend, jetzt aber stärker als bis dahin an den daraus resultierenden Vorteilen interessiert.Eine Besonderheit dieses Staates ist die in vielen Hinsichten und mit großer Entschiedenheit präsentierte nachdrückliche Stellung, die die Bonner Traditionen in Frage stellt und offen für den „neuen Patriotismus“ ist. Deutschland befindet sich immer noch in der Phase der Festlegung eigener Position in Europa und in der Welt in den komplizierten Bedingungsrahmen des 21. Jahrhunderts. Sicherlich wird es die Versuche unternehmen, seine internationale Position, sowohl in der transatlantischen, als auch europäischen Perspektive, zu stärken. Man kann es aber auch als einen Wettbewerb in dem Globalisierungsprozess, und nicht als Anstrebung zur Hegemonie ansehen. Bis jetzt sind diese Handlungen noch nicht ausreichend kohärent, es kann auch nicht von deren großer Erfolgquote die Rede sein. Man kann aber sagen, dass die um Deutschland gestrickten schwarzen Szenarios keine Erfüllung fanden und die Bundesrepublik, obwohl zu tiefgreifenden Haushaltsschnitten gezwungen und von der Alterung der Population geplagt, gut unter den sich schnell ändernden europäischen Bedingungen auskommt. Deutsche Eliten sind sich im Klaren, dass sich die Berliner Republik in der heutigen Gestalt in dem „Zustand des Werdens“ befindet, und einigermaßen ein„Übergangsprodukt“ auf dem Weg zu Gestaltung einer neuen internationalen Ordnung und neuer Form des Systems der Europäischen Union ist.
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  • Uniwersytet Adama Mickiewicza w Poznaniu
  • Instytut Zachodni w Poznaniu
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