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2002 | 7 | 143-161
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Z problematyki węgli drzewnych w jamach grobowych - częstość występowania węgli drzewnych w grobach wczesnośredniowiecznego cmentarzyska "Mały Skansen"

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Aus der Problematik der Holzkohlen in den Grabgruben - Häufigkeit des Auftretens der Holzkohlen in den Gräbern des Frühmittelalterlichen Gräberfeldes "Mały Skansen"
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In den Grabgruben auf den frühmittelalterlichen Gräberfeldern werden, neben den Gebrauchsgegenständen und Gaben-Symbolen, auch organische Überreste freigelegt. Wahrend der Ausgrabungen auf dem frühmittelalterlichen Skelettgräberfeld „Mały Skansen”, das in die 2. Hälfte des 11. und 12. Jh. datiert und als Dziekanowice, Fst. 22 (Gem. Łubowo, Woj. Großpolen) bezeichnet wird, wurden in vielen Gräbern Fragmente der Holzkohlen gefunden (Abb. 1). Ihre verhältnismäßig große Anzahl läßt die Durchführung einer Voranalyse der Häufigkeit des Auftretens von Holzkohlen in den Grabgruben sowie einen Interpretationsversuch zu. Die in Grabgruben freigelegte Holzkohle trat in verschiedener Form auf. Es waren sowohl größere Fragmente mit 2 - 3 cm Länge, kleine Stückchen und sehr feiner Kohlenstaub, der nicht ausgenommen und dadurch weiteren Beurteilungen nicht unterzogen sein konnte. Zur Artanalyse wurden Probestücke aus 203 Grabgruben, d.h. aus 61,5% aller registrierten Gräber mit Holzkohlen übergeben. Die zu weiteren Analysen übergebenen Probestücke wurden nur aus diesen Gräbern gewählt, die während der Nutzung des Gräberfeldes nicht stark zerstört wurden (d.h. durch die nächsten Grabschürfe nicht stark beschädigt wurden). Die Artverschiedenheit des als Brennstoff verwendeten Holzes ist groß. Neben der dominierenden Eiche, die in 67,5% Grabgruben festgestellt wurde (s. Tabelle 2 — M. Michniewicz in diesem Band), traten: in 37,8% Erle, in 29,1% Birke, in 17,2% Rüster, in 17,2% Waldkiefer, in 15,4% Gemeine Esche, in 11,3% Weißbuche auf; unter 7% und weniger kamen die verbrannten Holzfragmente von Linde, Haselnuss, Ahorn, Pappel, Weide, Holunder und andere vor. Wir haben keine wesentlichen Präferenzen betreffs sowohl Lage als auch Geschlecht der Toten beobachtet. Der einzige wesentliche Unterschied ist kleine Anzahl von Gräbern der jüngsten Kinder, in den die Holzkohlen gefunden wurden. Dieses schon früher signalisierte Problem (A. Wrzesińska, J. Wrzesiński 2000) ist mit der spezifischen Betrachtung der Kinder verbunden, die vor der Beendigung des 3. Lebensjahr gestorben sind. Die Gräber dieser Kinder hatten keine Beigaben; in diesen Gräbern wurden keine Grabkonstruktionen festgestellt und in der Füllung fehlte es an organischen Überresten. Die größte Verschiedenheit der verbrannten Holzarten beobachten wir in den Gräbern der erwachsenen Toten, sowohl des männlichen als auch des weiblichen Geschlechts (Tab. 7). In den Gräbern der Kinder beider Alterskategorien sowie in den Gräbern der jugendlichen Toten beobachten wir dagegen angenäherte Proportion von Hauptarten des Holzes. Am meisten trat im Brennmaterial die Eiche. Tabelle 9 zeigt deutlich an, daß die Holzkohlen und Grabbeigaben in den Grabgruben des betreffenden Gräberfeldes zusammen auftreten. Die Tatsache, daß es im ca. Drittel von Gräbern weder Holzkohle noch Grabbeigaben gab, ist also mit gezielten Funeralienpraktiken verbunden und spiegelt wahrscheinlich den gesellschaftlichen Status der Toten wider. Die obige Besprechung zusammenfassend ist festzustellen, daß die Holzkohle in Form von sowohl größeren Fragmenten als auch als sehr feiner Staub auftritt. Sie wird in den Gräbern unabhängig vom Geschlecht oder Alter des Toten (abgesehen von den Gräbern der Kinder, die vor der Beendigung des dritten Lebensjahres gestorben sind) gefunden. Sie befindet sich sowohl in der Aufschüttung selbst — in zerstreuter Form, als auch neben, über und unter dem Skelett — oft in größeren oder kleineren Ansammlungen. Die Gräber mit Holzkohlen Hegen in allen Partien des Gräberfeldes, ohne besondere Konzentration. Das Auftreten der Holzkohlen in den Grabgruben ist, neben der Grubenkonstruktion, Beigaben und Lage der Toten, ein von den Elementen des damaligen sepulkralen Brauchtums. Als Brennstoff wurden Baum- und Straucharten verwendet, die sich in der Landschaft von Lednica befanden (s. naturwissenschaftliche Monographien im Rahmen der Bibliothek der Lednica-Studien (Biblioteka Studiów Lednickich). Gute Kenntnisse im Bereich der kalorischen und technologischen (Festigkeitswerte) Werte des Holzes ließen eine rationelle Holzwirtschaft und entsprechende Ausnutzung einzelner Holzarten. Es wurde das entsprechende Holz je nach seiner Bestimmung — Bau-, Handwerks- oder Brennholz (W. Dzieduszycki 1976, T. Stępnik 1996) gebraucht. In den Grabgruben des Gräberfeldes „Mały Skansen” haben wir mit verschiedener und viele Gattungen umfassender Anwesenheit von Bäumen (Sträuchern) zu tun. Es dominieren hochenergetische Gattungen (Eiche, Birke, Rüster, Kiefer, Linde), die Anwesenheit von Arten mit kleinerem energetischen Wert (darin ein verhältnismäßig wesentlicher Erlenanteil — 14,5%) ist aber deutlich bemerkbar. Das Auftreten von Kohlen der Kiefer konnte deren Verwendung als eine Art des Anbrennholzes (s. M. Michniewicz in diesem Band) verursachen. Im Falle des Gräberfeldes wurde festgestellt, daß als Brennstoff oft die Stämme oder dicke Äste gebraucht wurden, was zu behaupten läßt, daß die Feuerstellen geplant waren. Der Brennstoff wurde vorbereitet und auf das Gräberfeld gebracht, wo er während der Bestattungsbrauche oder bei den zyklisch wiederholten Feiern verbrannt. Neben dem „Brennaspekt”, der die rituelle Holzverwendung bei der Verbrennung während der Bestattungsfeier berücksichtigt, ist in unseren Betrachtungen auch sehr ausgebaute und lang dauerte (obwohl nicht eindeutige) Symbolik des Baums zu signalisieren. Der Baum gehört zu den in Bedeutungshinsicht reichsten und allgemeinsten Symbolen, die als Vertretung des Pflanzenreichs geehrt waren. Oft ist er das Symbol der göttlichen Wesen, eine Hierophanie des Sacrums oder die Stelle, wo sich die numinotischen Kräfte oder befanden. Manche Baumgattungen spielten eine wichtige Rolle in den rituellen Praktiken mit magisch-religiösem Charakter. Am deutlichsten ist die mit kosmologischen Mythen verbundene Tradition erhalten, die den Baum (meistens die Eiche) im Zentrum der Welt — Achse, welche die Erde und den Himmel, die himmlische Welt und die Unterwelt verbindet — situiert. Der Baum schreibt sich auch ausgezeichnet in die tief eingewurzelte Tradition der indoeuropäischen Teilung der Welt in drei Regionen. Die sich jedes Jahr erneuerten Blätter und die Form des Baums mit vertieften Wurzeln, mit riesigem, sich vertikal erhebenden Stamm und hoch reichender Krone lassen die Bäume als Symbol der Verbindung der kosmischen Unterzonen, des Lebens auf der Erde und des Himmels zu anerkennen.
Keywords
Year
Volume
7
Pages
143-161
Physical description
Dates
published
2002
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Document Type
Publication order reference
Identifiers
ISBN
83-917364-0-7
YADDA identifier
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