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1996 | 4 | 39-45
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Zasoby Kulturowe w Lednickim Parku Krajobrazowym i problem ich zabezpieczenia

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Kulturbestände im Lednica Landschaftspark und das Problem ihrer Sicherung
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Der Lednica Landschaftspark (LPK) ist in der Gruppe geschützter Landschaftsparks untypisch. Die Hauptursache seiner Berufung waren die sich dort befindlichen historischen Werte. Seine Achse bilden der Lednica-See und sein Zentrum eine Insel — Ostrów Lednicki — mit unschätzbaren Relikten einer Burg und der Steinarchitektur aus den Zeiten Erster Piasten. Die Landschaft von LPK ist eine historische Landschaft, die sich im Laufe von Jahrhunderten infolge menschlicher Tätigkeit und vor allem infolge der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung der Umgebung von Lednica bildete. Deshalb stellt e r an sich einen historischen Wert dar — einen Beispiel der landwirtschaftlichen Landschaft Großpolens, die von keiner intensiveren Urbanisierung und Industrialisierung gestört wird. Die Entscheidung, dort ein Freilichtmuseum des großpolnischen Dorfes zu lakalisieren, war also richtig. Das Gelände des Lednica Landschaftsparks ist zugleich ein eigenartiges „Archiv” — in der Erde und im Wasser befinden sich zahlreiche Überreste der Besiedlung und wirtschaftlichen Tätigkeit des Menschen. Diese Überreste, registriert bei der Archäologischen Aufnahme Polens lassen einen Versuch durchzuführen, das Besiedlungsnetz der Region Lednica in verschiedenen Perioden der Urgeschichte und des Mittelalters nachzubilden und die Wirtschaftsmethoden sowie den Einfluß verschiedenartiger menschlicher Tätigkeit auf die Bildung dieser Landschaft zu bestimmen. Der Artikel enthält eine Darstellung von Ergebnissen der Analyse dieser Materialien mit Hervorhebung der Informationen zur Anthropopression in einzelnen Zeitabschnitten. Es wurde festgestellt, daß der Globalgrad der Entwaldensstufe auf diesem Gebiet um die Mitte des I. Jahrtausends vor Chr. Geb. 16 - 19% Fläche umfaßte, um gegen Mitte des I. Jahrtausends n. Chr. schätzungsweise 20 - 30% zu erreichen. In den Besiedlungsmikroregionen umfaßte die Umwaldung entsprechend 40 - 48% und 47 - 60%. Obwohl jedoch die Entwaldensstufe in den Besiedlungsmikroregionen schon ziemlich hoch war, hat die Umwelt in der Umgebung von Lednica, wegen der noch großen unbesiedelten Gebiete, im hohen Grade ihren ursprünglichen Charakter behalten. Dazu haben periodische Besiedlungskrisen beigetragen, die manchmal zum Verschwinden sämtlicher Spuren menschlicher Okkupation geführt haben. Die Situation ändert sich erst in den jüngeren Phasen des Frühmittelalters. Mit der Entstehung auf einer Insel des Lednica-Sees einer wichtigen Burg des Staates Erster Piasten kommt es zur plötzlichen Entwicklung des Siedlungsnetzes um den See, was einen gleich plötzlichen Entwaldensprozeß zur Folge hatte, der gegen Mitte des 11. Jh. schon über 60% erreichte. Mit dieser Zeit können wir also die Anfänge der Bildung der charakteristischen landwirtschaftlichen Landschaft in der Umgebung von Lednica verbinden. Heutige Landschaft des Lednica Landschaftsparks hat also eine schätzenswerte Herkunft, die auf die Anfänge des polnischen Staates zurückgeht, soll also als ein historischer Wert geschüzt werden. Des Schutzes bedürfen gleichzeitig diese archäologischen ,Archivquellen” , die sich im Boden und teilweise im Wasser des Lednica-Sees befinden. Das Bestehen des Museums Erster Piasten in Lednica sichert wirksam die Bestände der Insel selbst und ihrer nächsten Umgebung. Diese Institution wurde auch zur Betreuung archäologischer Fundstellen auf dem Gebiet des Lednica Landschaftsparks berufen. Das Problem liegt jedoch nicht nur in dem Reagieren auf Signale über Gefährdung einzelner Fundstellen. Weil nicht nur solche Tätigkeit eine Geführdung für die Fundstellen ist, die die Kulturlagerstätten verletzt. Gleich vernichtend kann auch die wirtschaftliche Tätigkeit — landwirtschaftliche Nutzung, verbunden mit dem Tiefpflügen oder mit fort schreitender Erosion wirken. Es bezieht sich insbesondere auf diese Zonen, in den die Erosionsprozesse überwiegen — also Abhänge und die darüber liegenden Ränder. Hier treffen sich, wie es scheint, die Interesse der Schutzes archäologischer Fundstellen mit dem Schutz der naturwissenschaftlich wertvollen Gebiete zusammen. Eine einzige reale Art ihrer Sicherung wäre das Ausschließen dieser Gebiete (wenigstens teilweise) von der Pflugwirtschaft und Gründung auf diesen Geländen fester grüner Felder, was auch in wirtschaftlicher Hinsicht nützlich sein würde. Außerdem ist auch mit dem Bestehen der noch nicht freigelegten archäologischen Fundstellen zu rechnen und sogar auf diesen Gebieten, wo die Akkumulationsprozesse überwiegen (Abhangfüße, Überschwemmungsgebiete und ihre Umgebung). Auch hier sollte die Übereinstimmung der Interesse für Schutz archäologischer Fundstellen mit dem Interesse der Ökologen ausgenutzt werden, die nach Schutz der Überschwemmungsgebiete und Gewässer, in unserem Fall des Lednica-Sees, vor den Verunreinigungen dadurch, daß dort Wiesen und Gebüsch gehalten werden sollen, streben. In diese Art und Weise würden Gebiete mit besonderer Dichtheit an archäologischen Fundstellen von der Vernichtung weniger bedroht und eine unschätzbare Reserve für die zukünftigen Untersuchungen bilden werden.
Keywords
Year
Volume
4
Pages
39-45
Physical description
Dates
published
1996
Contributors
  • Instytut Archeologii i Etnologii PAN. Oddział w Poznaniu
References
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Document Type
Publication order reference
Identifiers
ISBN
83-903072-2-7
YADDA identifier
bwmeta1.element.desklight-c4f322dc-605e-4e06-a6e0-c0f7e7f68995
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