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2008 | 4 | 27-40
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Uwarunkowania ról międzynarodowych Unii Europejskiej

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Rahmenbedingungen der internationalen Rollen der Europäischen Union
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Europäische Union ist ein bedeutender Akteur in den internationalen Beziehungen und spielt auf der Weltbühne politische, wirtschaftliche, kulturelle, und in den letzten Jahren auch militärische Rollen. In diesem Beitrag werden die Rahmenbedingungen der objektiven internationalen Rollen der Europäischen Union anhand der Elemente der Theorie der internationalen Rollen analysiert. Diese Theorie stammt der Theorie der „gesellschaftlichen Rollen“ ab, die mit großer Dynamik in der Nachkriegszeit des 20. Jahrhundert entwickelt wurde. Die ersten Forschungen zur Theorie der „internationalen Rollen“ fanden in der Wende der 60er und 70er Jahre statt; einen großen Beitrag haben hier Kalevi Holsti, James Rosenau, Stephen Walker, Michael Barnett, Lisbeth Aggestam, Ziemowit Jacek Pietraś, Małgorzata Bielecka, Dariusz Mielczarek geleistet. Von vielen Forschern wird der Staat als Subjekt der internationalen Rolle angenommen, als Äquivalent des gesellschaftlichen Akteurs. Wir stimmen jedoch der These zu, dass internationale Rollen nicht nur von den Staaten, sondern auch von außerstaatlichen Akteuren der internationalen Beziehungen gespielt werden können, z.B. von Organisationen, transnationalen Körperschaften oder Meinungsbildungsgruppen, darunter auch von einem solch spezifischen Subjekt der internationalen Beziehungen wie die Europäische Union. Struktur des Beitrags wurde dem Analyseprozess angepasst. Im ersten Teil wurden die theoretischen Aspekte der Rahmenbedingungen der internationalen Rollen dargestellt. Zweiter und dritter Teil beziehen sich entsprechend auf die objektiven Rahmenbedingungen – der internen und externen internationalen Rollen der Europäischen Union. Im vierten Teil findet sich ein Versuch der Antwort auf die Frage, welchen Einfluss die objektiven Rahmenbedingungen der internationalen Rollen der EU auf die wirklich von ihr gespielten Rollen haben.Aus der durchgeführten Analyse ergab sich eine Schlussfolgerung, dass die objektiven Rahmenbedingungen der Außenpolitik der EU die Möglichkeit der Annahme einer hohen Position auf der internationalen Szene und der Erfüllung einer ganzen Reihe von politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sogar militärischen Rollen und dadurch der Auswirkung auf die gesamte internationale Ordnung einräumen, doch die Europäische Union dieses Potenzial effektiv nicht nutzen kann. Dies wird vor allem von dem spezifischen institutionellen System der EU bedingt, der die Wirksamkeit der externen Handlungen der Union nicht fordert, insbesondere im Bereich der klassischen Außen- und Sicherheitspolitik. Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik hat den Charakter der Kooperation der Regierungen, mit wenig bedeutenden Elementen der Gemeinschaftlichkeit und Flexibilität. Innerhalb der EU kommt es zur Dissonanz zwischen den eigenen Außenpolitiken (z.B. zwischen der gemeinsamen Handelspolitik und der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik), und im Rahmen der GASP schafft sie es nicht immer, mit einer Stimme zu sprechen – und wenn sie es tut, dann wiegt diese Stimme nicht mehr als die Summe der Stimmen derer Mitgliedstaaten.
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  • Uniwersytet Warszawski
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