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2015 | 81 |
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Nieznana pieczęć królewicza Kazimierza z 1482 roku

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Ein unbekanntes Siegel des Prinzen Kasimir aus dem Jahre 1482ZusammenfassungBisher war nur ein Siegeltyp des Prinzen Kasimir, Sohn König Kasimirs IV., des nachmaligen Heiligen, bekannt. Es handelte sich um ein vergleichsweise großes Siegel (62 mm Durchmesser), dessen Typar im Zusammenhang mit seinen Bemühungen um den ungarischen Thron 1471 angefertigt worden war. Sein ikonographisches Hauptelement besteht aus einem gevierten Wappen (Adler, Streifen [sog. alt-ungarisches Wappen], doppeltes Kreuz [sog. neuungarisches Wappen] sowie litauischer Verfolger [weißer Ritter]), das die Ansprüche Kasimirs auf den ungarischen Thron sowie seine Herkunft aus der in Polen und Litauen herrschenden Jagiellonen-Dynastie ausdrücken soll. Wie sich herausstellt, war dieses Siegel nicht das einzige dieses Prinzen. Denn an einem seiner Briefe (ausgestellt am 15. Juli 1482 in Lublin), der an den Rat der Stadt Danzig adressiert war, hat sich ein bisher unbekanntes Signet erhalten (Durchmesser 27 mm). Es ist bekannt, daß er sich noch einige weitere Male dieses Siegels bediente, worauf die Siegelspuren mit gleichem Durchmesser an Briefen aus dem Jahre 1482 deuten, die an denselben Empfänger gerichtet sind. Dieser Briefwechsel stand im Zusammenhang mit der vom Prinzen Kasimir ausgeübten Statthalterschaft für seinen Vater Kasimir, der sich zu dieser Zeit in Litauen aufhielt. Das zentrale Element des Siegelfeldes wird von einem gotischen Schild mit dem Adler des Königreiches Polen eingenommen, der von einem Engel gehalten wird. Die schlecht erhaltene und unleserliche Legende wurde in gotischer Minuskel ausgeführt. Dieses Siegel weist in ikonographischer Hinsicht recht große Ähnlichkeiten mit anderen persönlichen Siegeln der polnischen Prinzen, der Söhne Kasimirs IV., auf: mit denen Alexanders, Friedrich und Sigismunds, die im Falle von Alexander und Sigismund auch noch nach deren Regentschaftsübernahme in Polen weiterbenutzt wurden. Eine wesentliche gemeinsame Eigenschaft der erwähnten Siegel ist die Darstellung des Adlers, der hier keineswegs als Staatswappen aufgefaßt werden kann, sondern, wie bereits Z. Piech erwies, als dynastisches Wappen. An unknown seal of Prince Casimir from 1482AbstractSo far only one seal of Prince Casimir, the son of Casimir the Jagiellon and later saint, has been known. It was a large seal (62 mm in diameter), the matrix of which was made in connection with his attempts to take the Hungarian throne in 1471. On one of the Prince’s letters (dated in Lublin, 15 July 1482), addressed to the city council of Gdańsk, an unknown signet seal (27 mm in diameter) survived. Its fi eld displays a Gothic shield with the Eagle of the Kingdom of Poland, supported by an angel. The minuscule legend is illegible. The seal resembles iconographically other personal seals of princes, the sons of Casimir the Jagiellon (Alexander, Cardinal Frederic and Sigismund the Old), which were used by Alexander and Sigismund also after assuming royal power in Poland.
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Ein unbekanntes Siegel des Prinzen Kasimir aus dem Jahre 1482ZusammenfassungBisher war nur ein Siegeltyp des Prinzen Kasimir, Sohn König Kasimirs IV., des nachmaligen Heiligen, bekannt. Es handelte sich um ein vergleichsweise großes Siegel (62 mm Durchmesser), dessen Typar im Zusammenhang mit seinen Bemühungen um den ungarischen Thron 1471 angefertigt worden war. Sein ikonographisches Hauptelement besteht aus einem gevierten Wappen (Adler, Streifen [sog. alt-ungarisches Wappen], doppeltes Kreuz [sog. neuungarisches Wappen] sowie litauischer Verfolger [weißer Ritter]), das die Ansprüche Kasimirs auf den ungarischen Thron sowie seine Herkunft aus der in Polen und Litauen herrschenden Jagiellonen-Dynastie ausdrücken soll. Wie sich herausstellt, war dieses Siegel nicht das einzige dieses Prinzen. Denn an einem seiner Briefe (ausgestellt am 15. Juli 1482 in Lublin), der an den Rat der Stadt Danzig adressiert war, hat sich ein bisher unbekanntes Signet erhalten (Durchmesser 27 mm). Es ist bekannt, daß er sich noch einige weitere Male dieses Siegels bediente, worauf die Siegelspuren mit gleichem Durchmesser an Briefen aus dem Jahre 1482 deuten, die an denselben Empfänger gerichtet sind. Dieser Briefwechsel stand im Zusammenhang mit der vom Prinzen Kasimir ausgeübten Statthalterschaft für seinen Vater Kasimir, der sich zu dieser Zeit in Litauen aufhielt. Das zentrale Element des Siegelfeldes wird von einem gotischen Schild mit dem Adler des Königreiches Polen eingenommen, der von einem Engel gehalten wird. Die schlecht erhaltene und unleserliche Legende wurde in gotischer Minuskel ausgeführt. Dieses Siegel weist in ikonographischer Hinsicht recht große Ähnlichkeiten mit anderen persönlichen Siegeln der polnischen Prinzen, der Söhne Kasimirs IV., auf: mit denen Alexanders, Friedrich und Sigismunds, die im Falle von Alexander und Sigismund auch noch nach deren Regentschaftsübernahme in Polen weiterbenutzt wurden. Eine wesentliche gemeinsame Eigenschaft der erwähnten Siegel ist die Darstellung des Adlers, der hier keineswegs als Staatswappen aufgefaßt werden kann, sondern, wie bereits Z. Piech erwies, als dynastisches Wappen. An unknown seal of Prince Casimir from 1482AbstractSo far only one seal of Prince Casimir, the son of Casimir the Jagiellon and later saint, has been known. It was a large seal (62 mm in diameter), the matrix of which was made in connection with his attempts to take the Hungarian throne in 1471. On one of the Prince’s letters (dated in Lublin, 15 July 1482), addressed to the city council of Gdańsk, an unknown signet seal (27 mm in diameter) survived. Its fi eld displays a Gothic shield with the Eagle of the Kingdom of Poland, supported by an angel. The minuscule legend is illegible. The seal resembles iconographically other personal seals of princes, the sons of Casimir the Jagiellon (Alexander, Cardinal Frederic and Sigismund the Old), which were used by Alexander and Sigismund also after assuming royal power in Poland.
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Year
Volume
81
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Dates
published
2015
online
2015-01-01
Contributors
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Document Type
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YADDA identifier
bwmeta1.element.ojs-doi-10_12775_RH_2015_08
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