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2019 | 40 | 75-86
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Polnische Einwanderer in der österreichischen Literatur: Einige Bemerkungen über die österreichisch-polnischen literarischen Verwandtschaften im 21. Jahrhundert

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POLISH IMMIGRANTS IN AUSTRIAN LITERATURE: SOME REMARKS ABOUT AUSTRIAN- POLISH LITERARY RELATIONSHIPS IN THE 21ST CENTURY
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Austria can look back on a long history of literature which is marked by its inter-/transcultural character. Many of the Austrian authors are cross-border commuters, their intercultural ties give them a “bridge-breaking” function: The literary texts of authors with a migration background today form an integral part of Austrian contemporary literature and give literary and aesthetically interesting impulses to Austrian literature. Many of them want to assert themselves under new cultural conditions, in a different environment, to position themselves in the cultural circle of the new home, or perhaps even to redesign their cultural identity. In their texts one can find not only the themes of a state of cultural transplantation and relocation, but also the examination of questions of national and cultural identity. The article investigates which identity drafts the reader is confronted with in the texts by an author with a migration background who has meanwhile established themself in the German-language literary scene: The analysis focuses on selected texts by Radek Knapp, a literary “bridge builder” of the Polish-Austrian cultural area. The selected literary texts of Knapp are then analysed in order to see how (and if) the depicted figures establish or preserve their identity and how Radek Knapp approaches and deals with the “Austrian-ness”.
DE
Österreich blickt auf eine lange Literaturgeschichte mit inter/transkultureller Prägung zurück. Viele der österreichischen Autoren sind Grenzgänger zwischen den Kulturen, ihre interkulturelle Bindung verleiht ihnen eine „brückenschlagende“ Funktion: Die literarischen Texte von Autoren mit Migrationshintergrund bilden heute einen festen Bestandteil der österreichischen Gegenwartsliteratur und sie geben der österreichischen Literatur literarisch und ästhetisch interessante Impulse. Viele von ihnen wollen sich unter neuen kulturellen Bedingungen, in einer anderen Umwelt durchsetzen, sich im Kulturkreis der neuen Heimat positionieren oder vielleicht sogar ihre kulturelle Identität neu entwerfen. In ihren Texten kann man neben Thematisierungen eines Zustands der kultureller Verpflanzung und Neuverortung auch der Auseinandersetzung mit Fragen der nationalen und kulturellen Identität finden. In dem Beitrag wird der Frage nachgegangen, mit welchen Identitätsentwürfen der Leser in den Texten von einem inzwischen im deutschsprachigen Literaturbetrieb etablierten Autor mit Migrationshintergrund konfrontiert wird: Gegenstand der Analyse bilden ausgewählte Texte von Radek Knapp, einem literarischen „Brückenbauer“ des polnisch-österreichischen Kulturraums. Die ausgewählten literarischen Texte Knapps werden daraufhin befragt, wie (und ob) die dargestellten Figuren ihre Identität herstellen oder bewahren sowie wie Radek Knapp auf das „Österreichische“ ein bzw. mit dem „Österreichischen“ umgeht.
Year
Issue
40
Pages
75-86
Physical description
Dates
published
2019-06-15
Contributors
References
  • Csáky, Moritz (1996). Ideologie der Operette und Wiener Moderne. Ein kulturhistorischer Essay zur österreichischen Identität. Wien, Köln, Weimar: Böhlau.
  • Knapp, Radek (1996). „Wien und Warschau sind für mich zu einer Stadt zusammengeschmolzen“. Radek Knapp im Gespräch mit Christa Stippinger. In Christa Stippinger (Hrsg.), Jeder ist anderswo ein Fremder. Interkulturelle Reihe des Vereins Exil im Amerlinghaus (145-146). Wien: Edition Exil.
  • Knapp, Radek (1999). Herrn Kukas Empfehlungen. Roman. München: Piper Verlag.
  • Knapp, Radek (2015). Der Gipfeldieb. Roman. München: Piper Verlag.
  • Magris, Claudio (1988). Donau. Biographie eines Flusses. Aus dem Italienischen von Heinz-Georg Held. Wien: Paul Zsolnay Verlag.
  • Puchalski, Lucjan (2009). Vorwort. In Lucjan Puchalski (Hrsg.), Ausgewählte Quellen im Diskursfeld »Identitäten«. Österreich. Ein Arbeitsbuch für Breslauer Germanisten (S. 9-10). Wrocław: Oficyna Wydawnicza ATUT .
  • Wörgötter, Bettina (27. November 1997). Vom Lachen, das in der Kehle stecken bleibt. Ein Pendler zwischen zwei Kulturen: Radek Knapp liest in Schwarz. Tiroler Tageszeitung, 8.
Document Type
Publication order reference
Identifiers
YADDA identifier
bwmeta1.element.ojs-doi-10_14746_sgp_2019_40_07
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